Marketing die Letzte

29 January 2008

Am Ende der Vorlesungsreihe, möchte die Weisheiten, des in Ruhestand gehenden Professors nicht enthalten, der auch mal nach der Frage: “Hatten wir eigentlich schon mal eine Vorlesung in Englisch?” plötzlich 15 Minuten auf Englisch doziert, um dann mit der Bemerkung “Die Hälfte schläft ja schon ein.” wieder auf Deutsch wechselt.

  • Wie besorgen Sie sich einen KKV (Komparativer Konkurrenzvorteil)? Die Tochter vom Chef schängern? – Geht auf Dauer nicht.
  • Retrospektive: Wenn der dicke T. (Name des Profs) da ankam – damals der schlanke T. – …

Zu den Sachsen und ihrer Sprache:

  • Der Sachse ist grottenunbeliebt.
  • Weil der 1. Sachse Walter Ulbricht gewesen ist, ein Sympathieträger ersten Ranges.
  • “Ich habe noch gar kein Sächsisch gehört” – Student: “Gehen Sie mal auf den Weihnachtsmarkt!”
  • Sächsisch ist eine eigene Sprache. Sogar Otto der Große hat es gesprochen, damals in Magdeburg an der Saale.

Otto

  • Die neuen Bundesländer… wir sind doch fast so weit, dass wir die als Teile von Deutschland ansehen.
  • Die Engländer sind so… naja, man weiß nicht, wie die orientiert sind.
  • Ein Handy mit Tasten und angeschlossener Wasserleitung ist Mist.
  • Wir reden später darüber, wenn wird darüber reden.
  • Ich habe damals immer schon gesagt… – jetzt sagen Sie, jetzt kommt wieder der Klugschießer – nee!
  • Der Durchschnittsstudent schaut mich mit intelligenten, aber nicht mit genialen Augen an.
  • Psychopharmaka: wir haben bei unseren Versuchen festgestellt, dass die Mäuse immer glücklicher gucken!
  • Das waren ganz gute Pharmaforsche, also Leute, die ganz gut kopieren können.
  • Wenn Sie glauben, dass die BMW-Forscher mit blutunterlaufenen Augen den Mercedesforschern hinterherlaufe, um die zu erschlagen,…
  • Pharmamärkte: Da gehen wir lieber zu den Japenern, die schlucken sowieso alles.
  • Nebenwirkungen bei Medikamenten: Da beleibt nur übrig: Robocop – der deutsche Arzt! Der sagt: “Wo gehobelt wird fallen Späne.”

Marketing die Dritte

20 January 2008

Weiter geht es im Kampf um die unterhaltsamste Vorlesung des Semesters:

  • er zitiert zu den Managergehältern aus dem ARD Morgenmagazin: “Es ist keine Neiddebatte… in New York fahren sogar einige mit der Strechlimousine zum Geschenkekaufen.” Student: “Vielleicht müssen sie ‘ne Leiter kaufen.”
  • Festlegung von Gehältern. Da bekommt der Marktwirtschaftler ja rote Augen.
  • Ich bin C3 – Entstufe!
  • Chinesen beim FotographierenKonkurrenzanalyse. Das habe die Asiaten noch nicht so richtig drauf. Die kamen nur mit ihren Fotoapparaten und machten klick-klick.
  • Wenn Soll gleich Ist ist, dann Hängematte.
  • Da sagte mir der Psychologe: “Der Mann ist nicht echt.” – “Wie, der ist nicht echt? Ist der schwul?”
  • Bei den Billigflieger, da kosten ja die Flughafengebühren wie Puff.
  • Piech hat nichts gemacht – nur gewusst!
  • Die verhalten sich kindlich – nein kindisch (wie manche Studenten).
  • Was machen die Kinder denn? Die betteln noch pausenlos um Ohrfeigen.
  • Sie werdne ja demnächst auch mal Väter … oder sowas.
  • Die Jungens, die mit den Sturmhauben und Molotowcocktails rumlaufen und die Grünen, die über die Wiesen tanzen…
  • 7er BMWBei allen Bereichen gibt es einen Technologieführer. Bei Autos ist das BMW… Raunen im Saal – ne nicht deswegen. (er fährt selber einen 7er BMW)
  • Die beiden wichtigsten Ziele beim Kohlemachen sind: …
  • Kölner Weisheiten: Klüngel schaft Win-Win-Verhältnisse. Mer kennt sich, mer hilft sich.
  • Der Einkäufer ist eine arme Sau. Warum ist der so unwichtig?
  • Halma spielen – Köpfe rücken, das haben unsere Chefs am liebsten gemacht. Stuern wollen sie alle, aber planen will keiner.
  • Die Macht der Sekretäriate: Das sind keine Pipi-Mädchen, das sind richtige Weiber.
  • Sie können mich gerne anrufen, wenn Sie Fragen haben. Muss ja nicht gerade nachts sein, wenn Sie mit ihrer Freundin nicht zurecht kommen.

Akademisches Schreiben

7 January 2008

Das schreiben der hoeheren Weihen will gelernt sein und so schwitzt der Student von Seminararbeiten, Diplomarbeiten, Forschungsaufsaetzen und der gleichen mehr. Doch worauf kommt es wirklich an? Zeilenabstaende, restriktiert in allen typographischen Einheiten? Die Groesse des Letters F in der Inhaltsangabe und sein Leerraum vor dem Komma? Man munkelt, dass es eigentlich auch Texte gibt, die zum Lesen gedacht sind und nicht nur die Schrankwand schmuecken sollen. Wie gesagt – das habe ich nur gehoert!

Allen, die im akademischen Betrieb taetig sind, oder schreiben muessen, sei folgendes Paper ans Herz gelegt: Kaj Sand-Jensen: How to write consistently boring scientific literature (erschienen in Oikos 116: 723-727, 2007)

Aus gut unterrichteten Kreisen gelangte folgendes Protokoll vom Nordpol an die Öffentlichkeit:

Wichtige Message from the CEO (Christmas Event Organizer):

NYSE Wie Weihnachten 2006 im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann entsprechend auch ab jetzt X-man heißen!
Da X-mas 2007 quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens ab November höchste Zeit, mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen!
Verzeihung, ab Oktober ist es höchste Zeit, mit dem Weihnachts-roll-out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in time vorzubereiten.

Wichtiger Hinweis:

Die Kick-Off Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS (Santa Claus Road Show) findet bereits am 28. November 2007 statt.
Daher wurde das offizielle come-together des Organizing Commitees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten. Erstmals hat der CEO (Christmas Event Organizer) ein Projekt-Status-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte To-Do-Liste und einheitliche Job Descriptions erstellt wurden.
Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierter Geschenk-Allocations geschaffen werden, was wiederum den Service-Level erhöht und außerdem hilft, X-mas als Brandname global zu implementieren.

Dieses Meeting diente zuzüglich dazu, mit dem Co-Head des Global Christmas Markets (früher Knecht Ruprecht) die Ablauforganisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen Private-Schenking-Center sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren.Erstmals sollen auch sog. Geschenk-Units über das Internet angeboten werden.
Die Service Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via Conference Call virtuell informiert und die Core-Competence vergeben.

Ein Bündel von Incentives und ein separates Team-Building-Event an geeigneter Location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche Corporate-Culture samt Identity zu entwickeln.
Der Vorschlag, jedem Engel einen Coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelled. Stattdessen wurde auf einer zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem Testmarket als Pilotprojekt eine Hotline für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den Added Value für die Beschenkten zu erhöhen.
Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MIST) ist auch benchmark-orientiertes Controlling für jedes Private-Schenking-Center möglich.

Nachdem ein neues Literaturkonzept und das Layout-Format von externen Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release 2007.1) erstellt werden.
Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende Updating.
Hochauflagige Lowcost-Giveaways dienen zudem als Teaser und flankieren Marketingmaßnahmen. Ferner wurde durch intensives Brainstorming ein Konsens über das Mission Statement gefunden.
Es lautet: “Let ‘ s keep the candles burning” und ersetzt das bisherige “Frohe Weihnachten”.

X-man hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des Corporate Redesigns. Er akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting-Ansatz, auch im Hinblick auf das Shareholder-Value, und würdigte das Know-how seiner Investor-Relation-Manager.

Nepper, Schlepper,…

6 December 2007

Noch nichts fuer Weihnachten? Noch keine guten Vorsaetze? Wie waere es mal mit Tierschutz?

Als ich gestern noch schnell zum REWE einkaufen wollte, sprach mit ein junger Mann mit gruener Jacke vor einem gruenen Stand an. Ob ich wisse, dass Antibiotika in Fleisch ist? Ja, ich werde trotzdem jetzt welches kaufen. Ob ich wisse, wie unmenschlich Tiertransporte sind? Ja, aber wieso “unmenschlich”? Es holte weit aus, zeigte mir Bilder und Artikel und ich hatte Zeit und hoerte zu. Unterschreiben wuerde ich ja sowieso nichts.

aktion tierEr gab sich Muehe. Flyer konnte oder wollte er mir keine geben. Eine Mitgliedschaft bei “aktion tier” kann man nur am Stand machen – da laeuteten die Alarmglocken? Anmeldung per Post oder Internet seien zu unsicher und man wuerde auch keine Garantie auf den Datenschutz geben, da es da mal Beschwerden gab. Den Antrag wuerde er persoenlich im Buero eingeben. Es wurde immer abstruser. Ich liess ihn reden. Was ist das fuer ein Verein, der keine Spenden will, sondern Mitglieder. Seine Argumentation: nur damit koennen wir Druck auf die Legislative ausueben? Und den Vertrag koenne ich ja auch widerrufen. Wo zu soll ich einen Vertrag widerrufen, den ich gar nicht schliesse? ;) Fuer Schueler und Studenten koste es weniger. Wohl dem, der noch nicht geschaeftsfaehig ist.

Ich frage ihn, warum sie denn nur auf der Strasse werben? Antwort: “Wir sind ja nicht auf der Strasse, wir sind vorm Markt.” Und im naechsten Satz: “Wenn wir nicht auf die Strasse gehen wuerden, wuerden wir die Leute nicht erreichen.” Erwischt! Wir sind also doch auf der Strasse.

Nachdem ich endlich Kartoffeln, Fleisch und Brot aus dem Supermarkt schleppte, war er am telefonieren und wurde von Betrunkenen angepoebelt. Ich schaute danach ins Internet. Hmm, Satzung hat der Verein. Aber Geschaeftsbericht, Mitgliederbeitragsordnung und Referenzen auf bekannte Tierschutzorganisationen fehlten. Weitergooglen… und siehe da: eine kritische Seite. Ploetzlich konnte ich Quellen beim Spiegel, der taz, der Sueddeutschen, Monitor (ARD) und anderen finden (nachpruefen konnte ich nur die ersten beiden online). Tenor: Spendenskandal, Veruntreuung, professionelle Werber, Lug und Trug. Die Gemeinnuetzigkeit wurde dem Verein schon vor Jahren entzogen.

Ergo: Nichts auf der Strasse unterschreiben, nachhaken und mal etwas recherchieren. Negativwerbung verbreitet sich schneller als positive. Schade nur fuer die Tiere. Mal sehen, ob ich ihn morgen nochmal treffe. Vielleicht hat er ja eine Antwort auf meine Fragen.

Wer noch einen Job als Werber sucht: http://www.concept-berlin.eu/

Plenumsverpflegung

27 November 2007

DelegiertenverpflegungSitzungsschlaf ist ja bekanntlich der gesündeste. Das kann man nun von der Sitzungsverpflegung nicht behaupten. Aber auch in diesem Fall waren die ostdeutschen KSG auf der Delegiertenversammlung der AKH bestens aufgestellt.

Teppichreinigung

20 November 2007

SprühEx in Aktion im Raume des Dr. Luber SpruhEx in Aktion

Marketing die Zweite

14 November 2007

Neue Vorlesung, neuer Stoff. Auch Montag Morgen lässt es sich Prof. T. nicht nehmen, die Welt mit Weisheit zu versehen:

  • “Wer waren denn die Größten Verunreiniger des Rheins? Nein, nicht die Chemie – die Franzosen!”
  • “Indien ist eine westliche Demokratie – mit all der Korruption die da stattfindet.”
  • Corruption in India

  • “Man mag die Amerikaner mögen oder nicht, sie als völlig kulturlose Masse betrachten, in Bush einen Teufel sehen. Aber ohne sie geht es nicht… Ich bin ein Fan der Amerikaner. Die haben Charakter – okay, sie sind ein bißchen dicker…”
  • “Man hat mir angeboten, ein Marketingmodul für SAP zu schreiben. Ich hab es nicht gemacht. Es geht nicht. Ich hatte auch keine Lust.”
  • Student: “Aber Google nimmt mir doch nicht das Denken ab” – Prof: “Doch, selbstverständlich!”
  • zu Leipzig: “Verglichen mit Köln ist das hier ein Paradies!
  • “Studenten werden immer erst aktiv, wenn man sie bittet, oder verdonnert, oder auf eine Klausur hinweist.”
  • “Man braucht überhaupt nicht gut zu sein, man muss nur besser sein!”DDR Küche
  • “Lassen Sie sich doch nichts erzählen! Wir in Deutschland sind eine super Nation!”
  • selbstkritisch: “Wozu stell ich das eigentlich ins Netz? Es liest ja keiner.”
  • Dementi vor Ostdeutschen: “Ich hab’ nichts gegen DDR-Küchen.”
  • “Das ist wieder ‘Interessiert gucken und nichts hören’”
  • “Wenn Sie nichts machen, sind Sie sofort ein Feind des Sozialismus.”
  • “Wieder nicht mitgekommen beim Abschreiben? Nur Legasteniker hier…”

Marketingerkenntnisse

9 November 2007

Wer hoert sich eigentlich gern Vorlesungen bei Wiwis an? Ok, die Profs, die sich gerne reden hoeren und eventuell auch die Studenten, die an den Faechern gefallen finden.

Ich hab jedenfalls das Glueck, dass solche Vorlesungen auch unterhaltsam und energisch sein koennen. Das Zwerchfell soll ja auch was davon haben. Hier einige Kostproben:

  • “Als Autist werden Sie im Marketing nie was.”
  • “Der Porsche 911 ist ja auch nur ein Blechhaufen.”
  • zur Niveau-Imagekampagne: “Pflege ist was fuer Alte wie mich. Nach dem Motto: Wir spachteln uns die Falten glatt”
  • zur Bedeutung der Pharmaindustrie nach einem schweren Unfall: “Was brauchen wir denn Betaeubungsmittel? Wir sind doch Maenner!”
  • zur Kundenbindung: “Heroin im Weihnachtsbaum ist zwar eine wunderbare Geschichte, sie muss halt nur legal sein.”
  • zu Marktmitspielern: “Wer sind die Drecksaecke? – Konkurrenz!”
  • zu den Informatikern in der Vorlesung: “Sie koennen sich einer Karriere nur durch Selbstmord entziehen!”
  • “Ich mag die Controller nicht und ich hab sie noch nie gemocht!”
  • “Wir muessen den Gewinn um 5% steigern, sagt die Oberste Heeresleitung.”
  • einsichtiger Student: “Es gibt so viele Vergleiche mit der Natur.”
  • zum Vorschlag der Gruenen, ein Mindestgehalt einzufuehren: “Hier darf jeder durch die Republik laufen und irgendwelchen Scheiss erzaehlen. Und das glaubt man ihm auch noch!”